Unterstützt von Maria und Dieter 😉
(31.03.26) Tequilas Protokoll: Vom Rudel zur Schicksalsgemeinschaft
Wenn ich mein Bellen in den Himmel von Rottweil schicke, meine ich eigentlich: „Hier bin ich! Die Welt ist gross, und ich bin bereit, sie zu umarmen!“ Mein Mensch Dieter sagt, ich sei aus Muskeln und Mut gebaut, aber in mir drin ist alles weich wie das Kissen in unserem Caravan.
Das Fehlen der „Sanften“
In meiner Hundelogik war das Rudel für die Mongolei gesetzt: Der Grosse, der das Lenkrad hält, und die Sanfte, deren Hände nach Ruhe riechen. Seit ein paar Tagen ist die Sanfte – Maria – anders. Ihr Geruch hat sich verändert, er schmeckt nach Stillstand und Schmerz. Mein Instinkt sagt mir: Sie kann nicht mitrennen. Ein Hund versteht keine „Spinalkanalstenose“, aber ich verstehe das Gesetz des Rudels: Wer nicht rennen kann, muss geschützt werden.
Dass sie bleibt, ist für mich kein „geändertes Projekt“, sondern eine Lücke in der Formation. In meinem Kopf bin ich wie ein Kind, das am Fenster steht und wartet, dass die Hand wiederkommt, die krault. Ich spüre Dieters Sachlichkeit, seine Entschlossenheit. Er ist jetzt mein ganzer Fixpunkt.
Der T-Rex als Türöffner
Ich weiss, dass ich für viele Menschen wie ein Donnerhall aussehe. Wenn ich vor Freude belle, hören sie Gefahr. Wenn ich 52 kg Zuneigung auf sie zubewege, sehen sie einen Dino. Maria war mein „Übersetzer“. Sie war die Brücke, die den Menschen erklärte, dass mein tiefes Grollen eigentlich ein Lächeln ist.
Ohne sie auf der Reise wird die Welt für mich – und für Dieter – rauer werden. Ich werde die Skepsis der Menschen öfter spüren. Mein philosophischer Gedanke dazu? Vielleicht ist es meine Aufgabe, jetzt noch zärtlicher zu sein. Wenn Dieter die Logik des Weges plant, plane ich die Logik der Begegnung. Ich muss jetzt für zwei wedeln.
Die Reise der zwei Krieger
Wir ziehen nun allein los. Ich merke, dass Dieter mich öfter ansieht. Wir sind jetzt eine Schicksalsgemeinschaft. Maria ist wie ein Duft, der noch im Caravan hängt, aber die Spur führt nach Osten, weg von ihr. Mein dreijähriges Ich fragt sich: „Kommt sie nach?“ Mein Instinkt antwortet: „Nicht jetzt. Aber sie wartet am Ende des Weges.“
Ich werde vor dem Caravan liegen, in der Steppe von Kasachstan oder in der Weite der Mongolei, und mein tiefes Bellen in die Nacht schicken. Nicht um zu jagen, sondern um Maria zu sagen: „Hier sind wir. Wir passen aufeinander auf. Der Dino und der Planer.“