Der Stempel-Krimi, das Maulkorb-Wunder und die Flucht aus Ölgii

(07.05.26) Um 09:30 Uhr durfte ich endlich die erste Schranke passieren. Die Zöllnerinnen an der Einfahrt waren von Tequila sichtlich gerührt. Doch dann begann die bürokratische Arbeit. Ich musste den schweren Hartschalenkoffer und die Baseballtasche in den ersten Stock zum Kofferscann schleppen. Bei der Fahrzeugkontrolle forderte ich den Beamten auf, Einmalhandschuhe aus meinem Bestand anzuziehen, … Weiterlesen

Jurten, Hammelstemmen und eine Mutprobe für den Autisten

(02.05.26) Der 1. Mai stand ganz im Zeichen von Tequilas 3. Geburtstag. Doch die Feierlichkeit wurde von den Strassenverhältnissen gedämpft: Schlaglöcher und Pisten liessen nur 245 Kilometer zu – 150 weniger als am Vortag. Nach einer ruhigen Nacht in der Natur brachte der 2. Mai nach nur 45 Kilometern eine jener Begegnungen, die man nicht … Weiterlesen

Eine Krönung der Gastfreundschaft: Svetlana, Alexey und Karina

(30.04.26) Bloggen, das Reisetagebuch schreiben – das gehört für mich fest zur Reise dazu, genau wie das Tanken, Einkaufen oder die technische Wartung des Gespanns. Es ist ein Prozess der Verarbeitung. Am 30. April war es jedoch viel zu spät dafür. Nach einem intensiven Tag, an dem ich über 400 Kilometer auf der M-36 zurückgelegt … Weiterlesen

💧 Tequilas Spürsinn und die Tücken der Piste

Das Projekt Menschenwege ist heute um eine Lektion in Sachen kinetischer Energie reicher. Bei Aussentemperaturen, die bereits um 9 Uhr die 26-Grad-Marke knackten und sich stabil auf 30 Grad hocharbeiteten, forderte Tequila ihre natürlichen Rechte ein: Auslauf und Wasser. Sie hat übriges heute ihren 3. Geburtstag 🎂‼️ Eine Pause, die schlimmeres verhinderte. Beim Umrunden des … Weiterlesen

Reiseblog: Vitamin D, stumme Zeugen und das Geheimnis von Astana

(30.04.2026) Novoaleksandrovka (nahe Astana) Tequila kennt keine Zeitzonen. Um 6:30 Uhr war die Nacht zu Ende. Mein Plan: Ein kurzes Gassi und dann zurück in die Federn. In der Abgeschiedenheit bei Novoaleksandrovka machte ich mir keine Gedanken über Etikette – ich lief nackt mit Tequila zum nahen Gewässer. 9°C, absolute Windstille, die tiefstehende Sonne brannte … Weiterlesen

Stillstand, Struktur und Steppenglück: Rehabilitation bei Qostanai

(28. April 2026) Parkplatz bei Qostanai (Koordinaten: 53.121907, 63.603058) Status: 700 km bis Astana Ruhe- und Rehabilitationstag Gestern gab es keinen Blogbeitrag. Der Grund war schlichte Effizienz: Von morgens bis abends gab es nur Strasse und Tankstellen. Kein Unterhaltungswert, keine nennenswerten Begegnungen – reiner Transit. Doch heute schalten wir bewusst einen Gang zurück. Der Camper-Alltag verlangt … Weiterlesen

Die Rüttel-Folter und das Texas von Tschetschenien

(09.04.26) Standort: Nahe der tschetschenischen Grenze Nach dem 17-Stunden-Zollkrimi an der Grenze brach ich früh vom Ufer des Terek auf. Das Ziel: Strecke machen und Frühstücken. Doch wer in dieser Region mit einem Caravan-Gespann unterwegs ist, ist ein Exot. Die Checkpoints ziehen mich magisch an; drei Kontrollen waren es allein am Vormittag. 20 km östlich … Weiterlesen

Teil 7: Der Krieg am Fenster und das „Hunde-Wunder“

Nachdem Schalter 31 wegen des Schichtwechsels dichtgemacht hatte, brach im Zollgebäude Unruhe aus. Plötzlich bewegte sich die Masse wie auf Kommando auf Schalter 29 zu. Über eine Stunde lang passierte während des Wechsels absolut gar nichts – ein bürokratischer Totalstillstand. Ich fragte einen Beamten, der kurz in Schalter 31 verschwand, wann dort wieder geöffnet würde. … Weiterlesen

Teil 6: Das Deklarations-Fiasko – Schalter 31 und die „Rote Frau“

Der Beamte gab mir eine gestempelte Kopie meiner Papiere und schickte mich zum Fahrzeugscanner. In der Türkei war das geordnet – hier herrschte pures Chaos. Kein Vorhof, keine Linien. Fünf oder mehr Reihen drängelten auf ein einziges Tor zu. Lkw hupten, Roadies in Luxuskarren versuchten sich dazwischenzuquetschen. Ein Kampf um Zentimeter, der bei einem Fehler … Weiterlesen

Georgische Nächte: Kühe, Kälte und Camper-Instinkt

(15.04.26) Warnung vorab: Wer glaubt, Georgien nach Sonnenuntergang wie eine deutsche Autobahn befahren zu können, hat seine Achsen bereits abgeschrieben. Hier gilt das Gesetz des Tageslichts. Der Plan und die Realität Knapp drei Stunden Fahrzeit – mehr war heute nicht drin. Nach zweieinhalb Stunden kroch die Müdigkeit in die Knochen, und die Dämmerung in Georgien ist … Weiterlesen

Zwischen Bangen, Beten und Beamten-Witzen: Der Grenztag nach Georgien

(14./15.04.26) Eine Warnung vorab: Wer nur durch Instagram scrollt und nach 15 Sekunden das Interesse verliert, kann jetzt wegklicken. Dieser Beitrag ist ein Reisetagebuch im wahrsten Sinne. Er ist lang, er ist ehrlich und er ist für Menschen geschrieben, die noch lesen können und wollen. Willkommen in meiner Realität. 😉 Das Herz in Vorarlberg, der Körper am … Weiterlesen

Menschenwege am Meer: Von Schlammpfoten und purer Gastfreundschaft

Der heutige Tag hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich diese Reise mache. Es sind nicht die Monumente oder die Landschaften, die bleiben – es sind die unerwarteten Gesten der Menschen. Der „dreckige Hundehalter“ am Premium-Tisch Samsun habe ich heute bewusst gemieden; dieser 700.000-Einwohner-Moloch passte einfach nicht in mein Konzept. Ich brauchte Weite und Meer. … Weiterlesen

Sprung nach Asien: Zwischen Gastfreundschaft, „Schalter 101“ und Strassen-Rowdys

(11.04.26) Die letzte Nacht in Bulgarien war ein echter Segen. Ich schlief wie ein Stein – tief, fest und voller Träume. Entsprechend steif fühlte ich mich beim Aufwachen, doch ein ausgiebiger Morgenspaziergang mit Tequila brachte die Glieder wieder in Schwung. Kurz vor Mittag hiess es: Leinen los. Mit einer frischen Kanne Filterkaffee an Bord verliess … Weiterlesen

Menschenwege: Wenn der Hund zum Türöffner und Russisch zur Durststrecke wird

Müde, aber nicht übermütig: Etappe 2 von Lindau nach Maribor (07.04.26) Der zweite Tag liegt hinter mir. Ich bin müde, doch weit entfernt von Übermüdung – und erst recht nicht übermütig. Die Reise hat ihren eigenen Rhythmus und der heutige Takt führte mich von Lindau am Bodensee bis nach Maribor in Slowenien. Der schwäbische Sparkommissar … Weiterlesen