Ein Traktor nach QazaqGaz: Askar, Dusche, Strom und neues Asyl

08.06.26 Noch während des Abschlusses beziehungsweise Scheiterns der ersten Versöhnungsverhandlung kam der Bürgermeister der Stadt Algha mit einem Freund zu Besuch. Er begrüsste mich, fragte nach allen Unfallbeteiligten und wollte wissen, welche Hilfe ich brauche. Meine Antwort war nicht poetisch, sondern funktional: alle paar Tage Wasser für den Wassertank, damit ich mich waschen kann; alle … Weiterlesen

Zehn Millionen Tenge: Die erste gescheiterte Versöhnung

08.06.26 Am Vormittag des nächsten Tages traf ich mich mit dem Eigentümer des Lada Niva zum ersten Versöhnungsgespräch. Mit dabei war mein Freund Viktor Krüger, in Kasachstan geboren und heute mit deutscher Staatsbürgerschaft in Trossingen lebend. Er war per Videotelefonie als Dolmetscher zugeschaltet. Auf der anderen Seite sass der Vater des Säuglings. Ebenfalls zugeschaltet war … Weiterlesen

Olga, Igor und die erste Welle von Algha

(07.06.26) Der letzte Bericht endete mit dem Bürstner auf der Wiese vor dem Polizeirevier: wirtschaftlicher Totalschaden, aber mit intakter Kabine, innen ein logistisches Schlachtfeld, aussen kasachische Behördenroutine und irgendwo dazwischen Tequila und ich. Die erste Nacht war unruhig, improvisiert und mehr Funktion als Schlaf. Am nächsten Morgen stand der Wohnwagen noch immer dort wie ein … Weiterlesen

Kasachisches Fernsehen und Schwäbische Zeitung

ASTANA TIMES / ASTANATV: Fernsehbeitrag https://www.youtube.com/watch?v=R5G-qqnjPZ0Artikel https://astanatv.kz/ru/news/170379/ KTK-FERNSEHKANAL:Fernsehbeitrag und Artikel https://www.ktk.kz/ru/news/video/2026/06/09/302152/ Schwarzwälder Bote: Сұхбатты түзету Es gab beim telefonischen Interview mit der deutschen Presse folgende Missverständnisse: Soweit die Richtigstellung des Artikels. 

Projekt-Umbruch in Kasachstan: Das Caravan-Gespann ist Geschichte – Neue Rückreise-Logistik für Tequila und mich gesucht

(06./07.06.26) Meine Reise mit meinem Caravan-Gespann habe ich nun endgültig beendet‼️ Von Algha werde ich in anderer Art und Weise nach Deutschland reisen. Es gilt ab sofort, eine komplexe Transport-Gleichung zu lösen, bei der die Variablen Mensch, Hund und Geografie präzise aufeinander abgestimmt werden müssen. Dabei gibt es unumstössliche Parameter zu klären: Der aktuelle Status … Weiterlesen

Land unter in Aqtöbe: Buchhaltung und Schraubenschlüssel im Hochwasser-Asyl

(02.06.26 – 06.06.26) Die Ankunft in Aqtöbe wurde von einem meteorologischen Systemwechsel begleitet. Der Einfahrt in die Stadt folgte ein zweitägiger, permanenter Starkregen. Die städtische Entwässerungsinfrastruktur kapitulierte sofort. Der Parkplatz, auf dem mein autarkes Gespann positioniert war, sowie sämtliche umliegenden Strassenzüge wurden vollständig überschwemmt. Am 04.06. erreichte die Überflutung ihren Höchststand. Tequila und ich waren … Weiterlesen

System-Sättigung nach 8 Wochen: Warum die Rückreise nach Deutschland ab heute Fakt ist

(30.05.26) Die klimatischen Parameter in Usbekistan erreichten mit dem Überschreiten der 30°C-Marke ein kritisches Niveau. Für Tequila, meine Cane Corso-Hündin und meinen eigenen Organismus wurde die Hitze zur physischen Belastung. Der Hund verweigerte jegliche Aktivität ausserhalb des klimatisierten Mazda-Innenraums oder des minimalen Schlagschattens des Bürstners. Um den bürokratischen Prozess der erneuten kasachischen Einreise in die … Weiterlesen

Der Stempel-Krimi, das Maulkorb-Wunder und die Flucht aus Ölgii

(07.05.26) Um 09:30 Uhr durfte ich endlich die erste Schranke passieren. Die Zöllnerinnen an der Einfahrt waren von Tequila sichtlich gerührt. Doch dann begann die bürokratische Arbeit. Ich musste den schweren Hartschalenkoffer und die Baseballtasche in den ersten Stock zum Kofferscann schleppen. Bei der Fahrzeugkontrolle forderte ich den Beamten auf, Einmalhandschuhe aus meinem Bestand anzuziehen, … Weiterlesen

Jurten, Hammelstemmen und eine Mutprobe für den Autisten

(02.05.26) Der 1. Mai stand ganz im Zeichen von Tequilas 3. Geburtstag. Doch die Feierlichkeit wurde von den Strassenverhältnissen gedämpft: Schlaglöcher und Pisten liessen nur 245 Kilometer zu – 150 weniger als am Vortag. Nach einer ruhigen Nacht in der Natur brachte der 2. Mai nach nur 45 Kilometern eine jener Begegnungen, die man nicht … Weiterlesen

Eine Krönung der Gastfreundschaft: Svetlana, Alexey und Karina

(30.04.26) Bloggen, das Reisetagebuch schreiben – das gehört für mich fest zur Reise dazu, genau wie das Tanken, Einkaufen oder die technische Wartung des Gespanns. Es ist ein Prozess der Verarbeitung. Am 30. April war es jedoch viel zu spät dafür. Nach einem intensiven Tag, an dem ich über 400 Kilometer auf der M-36 zurückgelegt … Weiterlesen

💧 Tequilas Spürsinn und die Tücken der Piste

Das Projekt Menschenwege ist heute um eine Lektion in Sachen kinetischer Energie reicher. Bei Aussentemperaturen, die bereits um 9 Uhr die 26-Grad-Marke knackten und sich stabil auf 30 Grad hocharbeiteten, forderte Tequila ihre natürlichen Rechte ein: Auslauf und Wasser. Sie hat übriges heute ihren 3. Geburtstag 🎂‼️ Eine Pause, die schlimmeres verhinderte. Beim Umrunden des … Weiterlesen

Reiseblog: Vitamin D, stumme Zeugen und das Geheimnis von Astana

(30.04.2026) Novoaleksandrovka (nahe Astana) Tequila kennt keine Zeitzonen. Um 6:30 Uhr war die Nacht zu Ende. Mein Plan: Ein kurzes Gassi und dann zurück in die Federn. In der Abgeschiedenheit bei Novoaleksandrovka machte ich mir keine Gedanken über Etikette – ich lief nackt mit Tequila zum nahen Gewässer. 9°C, absolute Windstille, die tiefstehende Sonne brannte … Weiterlesen

Stillstand, Struktur und Steppenglück: Rehabilitation bei Qostanai

(28. April 2026) Parkplatz bei Qostanai (Koordinaten: 53.121907, 63.603058) Status: 700 km bis Astana Ruhe- und Rehabilitationstag Gestern gab es keinen Blogbeitrag. Der Grund war schlichte Effizienz: Von morgens bis abends gab es nur Strasse und Tankstellen. Kein Unterhaltungswert, keine nennenswerten Begegnungen – reiner Transit. Doch heute schalten wir bewusst einen Gang zurück. Der Camper-Alltag verlangt … Weiterlesen

Die Rüttel-Folter und das Texas von Tschetschenien

(09.04.26) Standort: Nahe der tschetschenischen Grenze Nach dem 17-Stunden-Zollkrimi an der Grenze brach ich früh vom Ufer des Terek auf. Das Ziel: Strecke machen und Frühstücken. Doch wer in dieser Region mit einem Caravan-Gespann unterwegs ist, ist ein Exot. Die Checkpoints ziehen mich magisch an; drei Kontrollen waren es allein am Vormittag. 20 km östlich … Weiterlesen