Wenn jemand eine Reise tut …

Heute im Schwarzwälder Bote Rottweil – danke an Alexandra Alt, welcher es gelungen ist, dies so zusammenzufassen. Die tatsächliche Story, alleine bzgl. der letzten Grenzübertritte, ist natürlich viel umfangreicher sowie noch viel spannender und kommt in den nächsten ein, zwei Wochen hier im Blog. Jetzt muss ich erst mal aufräumen und nacharbeiten.

Aus der Sackgasse wird wieder ein Projekt: Mazda, Zollunion und die teuerste Heimreise meines Lebens

(07.07.26 bis 10.07.26) Nach dem emotionalen Tiefpunkt und dem Gedicht wechselte das System wieder in den Modus Projektarbeit. Kein Jammern, keine Nebelwolken, keine philosophische Grossbaustelle. Sachstand erfassen. Variablen benennen. Teillösungen prüfen. Risiken sortieren. Entscheidungen vorbereiten. Der Sachstand am 07.07.26 war nüchtern und zugleich absurd genug für ein Lehrbuch über reale Bürokratie: Am 06.06.26 hatte ich … Weiterlesen

Der Horizont von Alga: Ein Gedicht als Befreiung

(03.07.26) Als sich die Anspannung langsam löste, schrieb ich den Rest meines inneren Drucks aus meiner Seele, aus meinem Bewusstsein und vermutlich auch aus meinem Unterbewusstsein. Nicht als Bericht, nicht als Projektstatus, nicht als Bitte um Hilfe. Sondern als Gedicht. Ich schickte es auf Deutsch und für meine kasachischen und russischen Freunde sowie Beteiligten auf … Weiterlesen

Als die erste Nervensicherung durchbrannte

(02.07.26) An diesem Tag stand ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Nicht im dramatischen Sinn eines theatralischen Zusammenbruchs, sondern in jener nüchternen, technischen Form, in der ein überlastetes System plötzlich merkt: Noch ein ungeplanter Prozess, noch eine unklare Information, noch ein fremdbestimmter Termin, und die Steuerung steigt aus. Ich schrieb ein Rundschreiben an alle Beteiligten meiner … Weiterlesen

Vom Stadtrat zur kasachischen Steppe: Ein politischer Nachhall – Kommunalpolitik, Minijobs und der Versuch, wieder zum Reiseblog zurückzufinden

(10.07.26) Genug politisiert. Dieser Satz stand vor mir wie eine selbst geschriebene Verkehrsleitbake. Eigentlich wollte ich die letzten Jahre meines Lebens weitgehend aus politischen Themen heraushalten. In meinem Profilbild auf Facebook steht nicht zufällig: „Was kann man Vernünftigeres machen als danach zu streben, so zufrieden zu leben wie es geht, dies zusammen mit seinen Nächsten … Weiterlesen

Warum mich die Minijob-Debatte sogar in Kasachstan einholt

(28.06.26) Exkurs: Eigentlich gehört dieser Text nicht hierher. Eigentlich sollte in einem Reiseblog an dieser Stelle von Kasachstan, Aqtöbe, Algha, Polizei, QazaqGaz, Tequila, Wohnwagenchaos, Gastfreundschaft und jenen Menschen erzählt werden, die mich nach dem Unfall durch eine der kompliziertesten Phasen dieser Reise tragen. Eigentlich. Aber Reisen hat einen unangenehmen Nebeneffekt: Man sieht das eigene Land … Weiterlesen

Update aus Aqtöbe: Schwere Körperverletzung, Prozessrisiko und die späte Wende zur Versöhnung

(26.06.26) Prolepse: Seit dem Unfall auf der A-27 bin ich aus verschiedenen Gründen kaum noch zum geordneten Bloggen gekommen. Das klingt von aussen vielleicht banal, ist es aber nicht. Allein bis das unmittelbare Unfallchaos im Wohnwagen beseitigt war, bis die herumgeflogenen Gegenstände wieder sortiert, die verschmutzten Flächen gereinigt, die Betriebsflüssigkeiten und der Strassendreck aus dem … Weiterlesen

Kasachisches Fernsehen und Schwäbische Zeitung

ASTANA TIMES / ASTANATV: Fernsehbeitrag https://www.youtube.com/watch?v=R5G-qqnjPZ0Artikel https://astanatv.kz/ru/news/170379/ KTK-FERNSEHKANAL:Fernsehbeitrag und Artikel https://www.ktk.kz/ru/news/video/2026/06/09/302152/ Schwarzwälder Bote: Сұхбатты түзету Es gab beim telefonischen Interview mit der deutschen Presse folgende Missverständnisse: Soweit die Richtigstellung des Artikels. 

Pkw-Sicherheit im Härtetest: Schutzengel und technischer Kollaps auf der A-27

(06.06.2026) Der Aufprall war heftig und zog eine Kettenreaktion nach sich. Mein Mazda rammte den alten Lada Niva des Unfallgegners mit grosser Wucht und schob den kleinen Geländewagen ein erhebliches Stück auf der Fahrbahn vor sich her. Durch die Wucht des Einschlags knickte mein gesamtes Caravan-Gespann unkontrolliert ein und drückte den Lada unbarmherzig in Richtung … Weiterlesen

Die unvorhersehbare Sekunde: Warum das Caravan-Gespann ab sofort Geschichte ist

(06.06.2026) Es war ungefähr 19 Uhr, als ich Aqtöbe nach vier Tagen des erzwungenen Hochwasser-Asyls und der intensiven Regeneration hinter mir liess. Ich fühlte mich absolut entspannt, ausgeruht und mental darauf fokussiert, Strecke nach Westen zu machen, um den Rückweg nach Deutschland konsequent einzuleiten. Ich steuerte das Gespann auf die A-27 in Fahrtrichtung Atyrau. Die … Weiterlesen

Schlaglöcher in Zentral Asien – Eine Annäherung in Theorie und Praxis

Bei den täglichen Fahrten über die endlosen Strassen von Zentral Asien wurde ich zwangsläufig mit deren Zustand konfrontiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass Schlagloch ungleich Schlagloch ist und auch Bodenwellen etwas eigenwillig sind. Dass Bahnübergänge immer eine Katastrophe sind und das Verkehrszeichen «Achtung Bodenwelle» für jegliche Art von Strassenschäden steht.

Projekt-Umbruch in Kasachstan: Das Caravan-Gespann ist Geschichte – Neue Rückreise-Logistik für Tequila und mich gesucht

(06./07.06.26) Meine Reise mit meinem Caravan-Gespann habe ich nun endgültig beendet‼️ Von Algha werde ich in anderer Art und Weise nach Deutschland reisen. Es gilt ab sofort, eine komplexe Transport-Gleichung zu lösen, bei der die Variablen Mensch, Hund und Geografie präzise aufeinander abgestimmt werden müssen. Dabei gibt es unumstössliche Parameter zu klären: Der aktuelle Status … Weiterlesen

System-Sättigung nach 8 Wochen: Warum die Rückreise nach Deutschland ab heute Fakt ist

(30.05.26) Die klimatischen Parameter in Usbekistan erreichten mit dem Überschreiten der 30°C-Marke ein kritisches Niveau. Für Tequila, meine Cane Corso-Hündin und meinen eigenen Organismus wurde die Hitze zur physischen Belastung. Der Hund verweigerte jegliche Aktivität ausserhalb des klimatisierten Mazda-Innenraums oder des minimalen Schlagschattens des Bürstners. Um den bürokratischen Prozess der erneuten kasachischen Einreise in die … Weiterlesen

Warum ich Tadschikistan nach 30 Minuten und 50 Prozent Rabatt wieder verliess

(29.05.26) – FortsetzungNach dem Verlassen des usbekischen Zolls stand ich unmittelbar vor den tadschikischen Beamten. Der administrative Einstieg verlief überraschend effizient. Einreisestempel im Pass, gefolgt von einem freundlichen, in perfekter deutscher Sprache artikulierten „Wilkommen in Tadschikistan“. Mein System war bereits auf „Weiterfahrt“ programmiert, als man mich in ein nachgelagertes Büro delegierte. Dort setzte eine hektische, … Weiterlesen