Teil 8: Margarita und die GPS-Finsternis

Nach 17 Stunden verliess ich den Zollbereich als freier Mann. Tequila war die Tapferkeit in Person: Kein Malheur im Auto, keine Kratzspuren. Nun galt es, die russische Versicherung (OSAGO) und Rubel zu organisieren. Blindflug nach Wladikawkas Ich suchte Wechselstuben – nichts. Ich fand die Versicherungsagentur von Margarita. Sie war ausgesprochen freundlich, kompetent und rechnete mir … Weiterlesen

Teil 7: Der Krieg am Fenster und das „Hunde-Wunder“

Nachdem Schalter 31 wegen des Schichtwechsels dichtgemacht hatte, brach im Zollgebäude Unruhe aus. Plötzlich bewegte sich die Masse wie auf Kommando auf Schalter 29 zu. Über eine Stunde lang passierte während des Wechsels absolut gar nichts – ein bürokratischer Totalstillstand. Ich fragte einen Beamten, der kurz in Schalter 31 verschwand, wann dort wieder geöffnet würde. … Weiterlesen

Teil 6: Das Deklarations-Fiasko – Schalter 31 und die „Rote Frau“

Der Beamte gab mir eine gestempelte Kopie meiner Papiere und schickte mich zum Fahrzeugscanner. In der Türkei war das geordnet – hier herrschte pures Chaos. Kein Vorhof, keine Linien. Fünf oder mehr Reihen drängelten auf ein einziges Tor zu. Lkw hupten, Roadies in Luxuskarren versuchten sich dazwischenzuquetschen. Ein Kampf um Zentimeter, der bei einem Fehler … Weiterlesen

Teil 5: Crocodile Dundee am Zoll und die Opioid-Falle

Nach ca. drei Stunden Kampf gegen den Schlaf im Stau erreichte ich endlich die erste Kontrollstelle des russischen Zolls. Was zunächst wie eine Routinekontrolle aussah, wurde schnell zu einer Lektion in Gründlichkeit. Die Schmerz-Strategie: Logik vor Risiko Ein kritischer Punkt meiner Vorbereitung war die Reiseapotheke. Wegen meiner Arthrose-Knie und dem Morbus Bechterew hatte ich mir … Weiterlesen

Teil 4: Anarchie im Niemandsland – Transit-Deppen und Lkw-Wahnsinn

(17./18.04.2026) Der Zollkrimi beginnt.Gegen 20 Uhr am georgischen Teil bei Larsi. Die Wartezeit war kurz, die Kontrollen schnell. Doch im Niemandsland passierte der Zeitsprung: Plötzlich wieder 20 Uhr (eine Zeitzone zurück). Und dann stand ich im kilometerlangen Stau vor dem russischen Checkpoint. Meter für Meter. An Power Napping war nicht zu denken, die Reihen mussten … Weiterlesen

Teil 3: Stolz auf den Sohn – Asperger als Stärke

Anfangs sah ich es kritisch, dass mein Sohn Benjamin F., ebenfalls Asperger (es ist vererbbar), evangelische Theologie auf Pfarramt studiert. Ich dachte, ein Pfarrer braucht Empathie hoch drei. Doch nach logischer Reflexion: Wir können emotional betroffenen Menschen helfen, weil wir rational bleiben und uns nicht mit herunterziehen lassen. Es braucht zudem projektstarke Pfarrer für grosse … Weiterlesen

Teil 2: Diagnose Asperger – Eine Gebrauchsanweisung

Gute Freunde muss man sich als Asperger besonders erarbeiten. Das gelingt erst richtig mit einer Diagnose. Ob man danach Hilfe annimmt oder sich selbst beliest, spielt keine Rolle – die logische Fähigkeit hilft uns, uns Wissen schnell zu erarbeiten. Meine hauptsächliche Behinderung ist, dass ich keine empathischen Antennen für negative Gefühle meines Umfeldes habe. Ich … Weiterlesen

Teil 1: Kaffee-Meditation und die Freiheit der Isolation

(18.04.2026) Nordossetien-Alanien.Nach der 17-Stunden-Odyssee am Grenzübergang Verkhnij Lars und nun über 9 Stunden tiefem Schlaf bin ich wieder fit. Fit zum Versorgen von Tequila, fit zum Kaffeetrinken und fit zum Bloggen. Gestern ging es nur noch darum, einen ruhigen Schlafplatz zu finden. Mein Tag beginnt mit der täglichen Kaffeezeremonie. Es musste schnell gehen, deshalb erst … Weiterlesen

Wochenend-Special: Der 17-Stunden-Zollkrimi von Verkhnij Lars

Liebe Leser von Menschenwege.de,was ihr hier lest, ist kein gewöhnlicher Blogbeitrag. Es ist die vollständige Rekonstruktion eines Grenzübergangs, der an die Grenzen der Belastbarkeit führt. Da ich als Asperger die Welt in Details und logischen Ketten wahrnehme, habe ich beschlossen, nichts zu kürzen. Dieser Text ist für euch, liebe Leser, für andere AS-Menschen als Hilfestellung … Weiterlesen