Erst das Beweisvideo, dann Blätterteig: Der Tag, an dem mich Kasachstans Polizei beschenkte

(14./15.05.26) Willkommen Kasachstan. Willkommen gute Strassen. Nach dem wochenlangen, materialschreddernden Dauerrütteln in Sibirien fühlten sich die nächsten 730 Kilometer auf kasachischem Asphalt wie eine reine Wonne an. Ein völlig neues Fahrgefühl: Geschwindigkeitsregelassistent an, Lenkassistent aktiv, und das Caravan-Gespann glitt einfach dahin. Mein System konnte seit langer Zeit mal wieder in den Entspannungsmodus schalten. Doch die … Weiterlesen

Jurten, Hammelstemmen und eine Mutprobe für den Autisten

(02.05.26) Der 1. Mai stand ganz im Zeichen von Tequilas 3. Geburtstag. Doch die Feierlichkeit wurde von den Strassenverhältnissen gedämpft: Schlaglöcher und Pisten liessen nur 245 Kilometer zu – 150 weniger als am Vortag. Nach einer ruhigen Nacht in der Natur brachte der 2. Mai nach nur 45 Kilometern eine jener Begegnungen, die man nicht … Weiterlesen

Eine Krönung der Gastfreundschaft: Svetlana, Alexey und Karina

(30.04.26) Bloggen, das Reisetagebuch schreiben – das gehört für mich fest zur Reise dazu, genau wie das Tanken, Einkaufen oder die technische Wartung des Gespanns. Es ist ein Prozess der Verarbeitung. Am 30. April war es jedoch viel zu spät dafür. Nach einem intensiven Tag, an dem ich über 400 Kilometer auf der M-36 zurückgelegt … Weiterlesen

Von Panzerpisten und flüssigem Glück: Der Weg nach Terensay

(26.04.26) 270 Kilometer können in Kasachstan eine Ewigkeit sein. Wenn hier ein Warnschild für „unebene Fahrbahn“ am Strassenrand auftaucht, ist das kein dezenter Hinweis, sondern eine Drohung. Die folgenden Teilstrecken erinnerten mich lebhaft an die Panzerstrasse des Übungsplatzes in Stetten am kalten Markt. Dort war ich vor 40 Jahren als Unteroffizier und Wartungsgruppenleiter tätig. Trotz … Weiterlesen

2.000 Tenge und das Kasachische Rätsel

(25.04.26) Standort: Bahor Teehaus (nahe Chromtau) Der Tag begann mit logistischer Präzision. 8:30 Uhr Start, das Ziel: Kilometer fressen Richtung Hauptstadt. Erster Stopp nach 38 km in Kandyagash. An der Helios-Tankstelle passierte das, was mein Gespann oft auslöst: Begeisterung. Der Tankwart wollte unbedingt Fotos vom „CX-E“ und dem Bürstner machen. Service-Level: Maximum. Wasservorrat für Tequila, … Weiterlesen

Die Rüttel-Folter und das Texas von Tschetschenien

(09.04.26) Standort: Nahe der tschetschenischen Grenze Nach dem 17-Stunden-Zollkrimi an der Grenze brach ich früh vom Ufer des Terek auf. Das Ziel: Strecke machen und Frühstücken. Doch wer in dieser Region mit einem Caravan-Gespann unterwegs ist, ist ein Exot. Die Checkpoints ziehen mich magisch an; drei Kontrollen waren es allein am Vormittag. 20 km östlich … Weiterlesen

Zwischen Bangen, Beten und Beamten-Witzen: Der Grenztag nach Georgien

(14./15.04.26) Eine Warnung vorab: Wer nur durch Instagram scrollt und nach 15 Sekunden das Interesse verliert, kann jetzt wegklicken. Dieser Beitrag ist ein Reisetagebuch im wahrsten Sinne. Er ist lang, er ist ehrlich und er ist für Menschen geschrieben, die noch lesen können und wollen. Willkommen in meiner Realität. 😉 Das Herz in Vorarlberg, der Körper am … Weiterlesen

Menschenwege am Meer: Von Schlammpfoten und purer Gastfreundschaft

Der heutige Tag hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich diese Reise mache. Es sind nicht die Monumente oder die Landschaften, die bleiben – es sind die unerwarteten Gesten der Menschen. Der „dreckige Hundehalter“ am Premium-Tisch Samsun habe ich heute bewusst gemieden; dieser 700.000-Einwohner-Moloch passte einfach nicht in mein Konzept. Ich brauchte Weite und Meer. … Weiterlesen

Die zwei Gesichter der Türkei: Von Hightech-Glanz und Strassendreck

(12.04.26) Nach inzwischen über 560 Kilometern auf türkischem Boden drängt sich mir ein Vergleich auf, den ich so nicht im Fokus hatte. Es ist ein Land der extremen Gegensätze. Mein subjektiver Eindruck: Dort, wo die Türkei „Top“ ist – bei der modernen Infrastruktur, der Sauberkeit der Raststationen und der Effizienz der Gastronomie – kann Deutschland … Weiterlesen

Wanted: Land ohne LiDL

(07. und 08.04.26) Vorab für die TL;DR-Generation: Dieser Beitrag wird lang. Wer noch Bücher liest, wird kein Problem haben; für die Insta- und TikTok-Wahrnehmungsspanne wird es hart. In diesem Bericht geht es um die Flucht aus dem europäischen „Einheitsbrei“, einen technischen Super-GAU in Kroatien, nächtliche Wendemanöver in Belgrads engsten Gassen und die Erkenntnis, dass 500 Gramm … Weiterlesen