Warum mich die Minijob-Debatte sogar in Kasachstan einholt

(28.06.26) Exkurs: Eigentlich gehört dieser Text nicht hierher. Eigentlich sollte in einem Reiseblog an dieser Stelle von Kasachstan, Aqtöbe, Algha, Polizei, QazaqGaz, Tequila, Wohnwagenchaos, Gastfreundschaft und jenen Menschen erzählt werden, die mich nach dem Unfall durch eine der kompliziertesten Phasen dieser Reise tragen. Eigentlich. Aber Reisen hat einen unangenehmen Nebeneffekt: Man sieht das eigene Land … Weiterlesen

Ein Traktor nach QazaqGaz: Askar, Dusche, Strom und neues Asyl

08.06.26 Noch während des Abschlusses beziehungsweise Scheiterns der ersten Versöhnungsverhandlung kam der Bürgermeister der Stadt Algha mit einem Freund zu Besuch. Er begrüsste mich, fragte nach allen Unfallbeteiligten und wollte wissen, welche Hilfe ich brauche. Meine Antwort war nicht poetisch, sondern funktional: alle paar Tage Wasser für den Wassertank, damit ich mich waschen kann; alle … Weiterlesen

Olga, Igor und die erste Welle von Algha

(07.06.26) Der letzte Bericht endete mit dem Bürstner auf der Wiese vor dem Polizeirevier: wirtschaftlicher Totalschaden, aber mit intakter Kabine, innen ein logistisches Schlachtfeld, aussen kasachische Behördenroutine und irgendwo dazwischen Tequila und ich. Die erste Nacht war unruhig, improvisiert und mehr Funktion als Schlaf. Am nächsten Morgen stand der Wohnwagen noch immer dort wie ein … Weiterlesen

Who the fuck is Feuerstein?

(26.06.26) Manchmal weicht man von der Reiseblog-Chronologie ab, weil das Leben gerade ohnehin nicht chronologisch funktioniert. Und manchmal tut man es, weil eine gute Freundin von Maria und mir diesen kleinen, unbezahlten Werbeplatz absolut verdient hat. Ihr Name ist Wally. Mehr verrate ich nicht. Also fast nichts. Das Titelfoto zeigt Bierdeckel. Viele Bierdeckel. Ich habe … Weiterlesen

Update aus Aqtöbe: Schwere Körperverletzung, Prozessrisiko und die späte Wende zur Versöhnung

(26.06.26) Prolepse: Seit dem Unfall auf der A-27 bin ich aus verschiedenen Gründen kaum noch zum geordneten Bloggen gekommen. Das klingt von aussen vielleicht banal, ist es aber nicht. Allein bis das unmittelbare Unfallchaos im Wohnwagen beseitigt war, bis die herumgeflogenen Gegenstände wieder sortiert, die verschmutzten Flächen gereinigt, die Betriebsflüssigkeiten und der Strassendreck aus dem … Weiterlesen

Kasachisches Fernsehen und Schwäbische Zeitung

ASTANA TIMES / ASTANATV: Fernsehbeitrag https://www.youtube.com/watch?v=R5G-qqnjPZ0Artikel https://astanatv.kz/ru/news/170379/ KTK-FERNSEHKANAL:Fernsehbeitrag und Artikel https://www.ktk.kz/ru/news/video/2026/06/09/302152/ Schwarzwälder Bote: Сұхбатты түзету Es gab beim telefonischen Interview mit der deutschen Presse folgende Missverständnisse: Soweit die Richtigstellung des Artikels. 

Totalschaden mit intakter Kabine: Die erste Nacht vor dem Polizeirevier

(06./07.06.2026) Nach der Erstversorgung der Verletzten lief die offizielle, behördliche Maschinerie an, die sich in ihren Grundzügen kaum von einer Unfallaufnahme in Deutschland unterscheidet. Die kasachische Polizei sperrte die A-27 im Unfallbereich für mehrere Stunden einseitig. Es wurde akribisch markiert, vermessen, protokolliert und fotografiert, zudem wurde ein externer Sachverständiger direkt zur Unfallstelle beordert. Für den … Weiterlesen

Pkw-Sicherheit im Härtetest: Schutzengel und technischer Kollaps auf der A-27

(06.06.2026) Der Aufprall war heftig und zog eine Kettenreaktion nach sich. Mein Mazda rammte den alten Lada Niva des Unfallgegners mit grosser Wucht und schob den kleinen Geländewagen ein erhebliches Stück auf der Fahrbahn vor sich her. Durch die Wucht des Einschlags knickte mein gesamtes Caravan-Gespann unkontrolliert ein und drückte den Lada unbarmherzig in Richtung … Weiterlesen

System-Sättigung nach 8 Wochen: Warum die Rückreise nach Deutschland ab heute Fakt ist

(30.05.26) Die klimatischen Parameter in Usbekistan erreichten mit dem Überschreiten der 30°C-Marke ein kritisches Niveau. Für Tequila, meine Cane Corso-Hündin und meinen eigenen Organismus wurde die Hitze zur physischen Belastung. Der Hund verweigerte jegliche Aktivität ausserhalb des klimatisierten Mazda-Innenraums oder des minimalen Schlagschattens des Bürstners. Um den bürokratischen Prozess der erneuten kasachischen Einreise in die … Weiterlesen

Wie man ein 3,8-Tonnen-Gespann durch ein Pkw-Nadelöhr drückt

(27.05.26) Die Route führte mich weiter nach Taraz. Hier verzeichnete mein System den ersten physischen Kontakt mit der usbekischen Kultur. Ich traf Sardor, einen Urlauber, der über rudimentäre Englischkenntnisse verfügte. Seine Begeisterung über meine Absicht, sein Heimatland zu evaluieren, war unübersehbar. Nach der obligatorischen Auffüllung der logistischen Ressourcen – Wasser und Nahrungsmittel wurden in der … Weiterlesen

Wie ein Kaffee in Kara-Balta die digitale Übersetzungs-App überflüssig machte

(26.05.26) Die mangelhafte Qualität des eurasischen Fernstrassennetzes – mit einem unbestreitbaren Tiefpunkt in den Kraterlandschaften Sibiriens – hat mein mathematisch kalkuliertes Zeitfenster um ca. zwei Wochen dezimiert. Die Konsequenz: Der Exkurs in die Mongolei wurde nach dem Erreichen von Ölgii rigoros abgebrochen. Da die anschliessende Passage vom Altai über Almaty nach Kasachstan und Kirgisistan hocheffizient … Weiterlesen

Spaghetti Pesto im Vakuum: 24 Stunden soziale Ereignislosigkeit vor den Zäunen von Rot-Front

(26.05.26) Reisen in Zentralasien folgt einer mathematisch präzisen Konstante. Ein Stopp in der Steppe, das Aufkurbeln der Stützen an einer Piste, und die eurasische Matrix wirft zuverlässig Gastfreundschaft aus. Wildfremde Menschen forcieren den Dialog, öffnen ihre Hoftore und transformieren eine zufällige Begegnung in eine Einladung zum opulenten Mahl. Ich war in diesem prozessualen Gefüge über … Weiterlesen

Adlerjäger, Ur-Traditionen und das Speichel-Dilemma am Auge Kirgistans

(22. bis 25.05.26) Das Navigationssystem lieferte dieses Mal eine Punktlandung: Ich fand den richtigen Standort auf Anhieb. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bel-Tam Yurt Camp in Tong, direkt am Südufer des majestätischen Yssykköl, empfingen das Gespann ausserordentlich freundlich. Mit einem pragmatischen Mix aus rudimentärem Englisch und dem Google-Übersetzer war mein logistischer Bedarf schnell geklärt. Man … Weiterlesen

Existenzangst ohne Versicherung: Wie Islam, Nurislam und Arafat meine Nacht an der Grenze retteten

(21./22.05.2026) Nächstes Land, nächste logistische Herausforderung: Ankunft in Kirgistan. Ein Grenzwechsel mit einem 1,6 Tonnen schweren Caravan-Gespann und einer nur reiselustigen Cane Corso Hündin erfordert im Vorfeld eine präzise Datenanalyse. Mein Pflichtenheft für die ersten Tage war klar definiert: Wo existiert ein verlässlicher Wäscheservice? Wo kann das Gespann sicher für zwei bis drei Nächte autark … Weiterlesen