Abgefangen von Gebirgsjägern: Der illegale Grenz-Krimi im Altai-Sperrgebiet

(12./13.05.26) Ich wollte nach den zermürbenden Tagen im Altai-Tal nur noch eines: Fliehen. Raus aus Sibirien, weg von den mörderischen, kaputten Strassen und hinein nach Kasachstan. Zwischen Russland und Kasachstan erstreckt sich eine gigantische, 7.644 Kilometer lange Grenze. Ein schieres Nichts an Steppe und Gebirge, das logistisch präzise bezwungen werden will. Ich fütterte das Navigationssystem … Weiterlesen

Motivation am Ende? Wenn die Strasse zum psychologischen Gegner wird!

(11.05.26 ff.) Drei Nächte und zwei volle Tage musste ich in Ak-Boom stehen bleiben, bis ich wieder halbwegs fahrtauglich war. Die gute Nachricht zuerst: Ich habe den Männerschnupfen überlebt. Weiter ging es trotzdem erst mal nur mit der chemischen Keule aus Paracetamol, Silomat und Dolo-Dobendan. Noch eine Woche später kämpfe ich mit den Nachwehen in … Weiterlesen

Zwischenstopp an der Uba: Hausaufgaben erledigt, Kurs Ost

(03.04.26) Hier stehe ich nun, am ruhigen Ufer der Uba in Schemonaicha. Es ist kurz vor der Mittagszeit, und die Stille am Wasser ist genau das, was ich nach dem „Tsunami der Gastfreundschaft“ der letzten Tage brauchte. Dieser Platz ist kein Zufall, sondern ein funktionaler Rückzugsort. Das Reisetagebuch ist nun auf dem aktuellen Stand. Die … Weiterlesen

Jurten, Hammelstemmen und eine Mutprobe für den Autisten

(02.05.26) Der 1. Mai stand ganz im Zeichen von Tequilas 3. Geburtstag. Doch die Feierlichkeit wurde von den Strassenverhältnissen gedämpft: Schlaglöcher und Pisten liessen nur 245 Kilometer zu – 150 weniger als am Vortag. Nach einer ruhigen Nacht in der Natur brachte der 2. Mai nach nur 45 Kilometern eine jener Begegnungen, die man nicht … Weiterlesen

Von Panzerpisten und flüssigem Glück: Der Weg nach Terensay

(26.04.26) 270 Kilometer können in Kasachstan eine Ewigkeit sein. Wenn hier ein Warnschild für „unebene Fahrbahn“ am Strassenrand auftaucht, ist das kein dezenter Hinweis, sondern eine Drohung. Die folgenden Teilstrecken erinnerten mich lebhaft an die Panzerstrasse des Übungsplatzes in Stetten am kalten Markt. Dort war ich vor 40 Jahren als Unteroffizier und Wartungsgruppenleiter tätig. Trotz … Weiterlesen

2.000 Tenge und das Kasachische Rätsel

(25.04.26) Standort: Bahor Teehaus (nahe Chromtau) Der Tag begann mit logistischer Präzision. 8:30 Uhr Start, das Ziel: Kilometer fressen Richtung Hauptstadt. Erster Stopp nach 38 km in Kandyagash. An der Helios-Tankstelle passierte das, was mein Gespann oft auslöst: Begeisterung. Der Tankwart wollte unbedingt Fotos vom „CX-E“ und dem Bürstner machen. Service-Level: Maximum. Wasservorrat für Tequila, … Weiterlesen

Die Rüttel-Folter und das Texas von Tschetschenien

(09.04.26) Standort: Nahe der tschetschenischen Grenze Nach dem 17-Stunden-Zollkrimi an der Grenze brach ich früh vom Ufer des Terek auf. Das Ziel: Strecke machen und Frühstücken. Doch wer in dieser Region mit einem Caravan-Gespann unterwegs ist, ist ein Exot. Die Checkpoints ziehen mich magisch an; drei Kontrollen waren es allein am Vormittag. 20 km östlich … Weiterlesen

Teil 8: Margarita und die GPS-Finsternis

Nach 17 Stunden verliess ich den Zollbereich als freier Mann. Tequila war die Tapferkeit in Person: Kein Malheur im Auto, keine Kratzspuren. Nun galt es, die russische Versicherung (OSAGO) und Rubel zu organisieren. Blindflug nach Wladikawkas Ich suchte Wechselstuben – nichts. Ich fand die Versicherungsagentur von Margarita. Sie war ausgesprochen freundlich, kompetent und rechnete mir … Weiterlesen

Zwischen Bangen, Beten und Beamten-Witzen: Der Grenztag nach Georgien

(14./15.04.26) Eine Warnung vorab: Wer nur durch Instagram scrollt und nach 15 Sekunden das Interesse verliert, kann jetzt wegklicken. Dieser Beitrag ist ein Reisetagebuch im wahrsten Sinne. Er ist lang, er ist ehrlich und er ist für Menschen geschrieben, die noch lesen können und wollen. Willkommen in meiner Realität. 😉 Das Herz in Vorarlberg, der Körper am … Weiterlesen

Zwischen Picknick-Idylle und Müllbergen: Ein Gruss aus dem Land der Kehrwoche

(14.04.2026) Ich stehe hier an meinem letzten Schlafplatz in der Türkei, direkt an einer wunderschönen, neuen Parkanlage mit Picknickhäuschen am Meer. Es ist so vieles im Entstehen, so vieles wird mit Mühe aufgebaut. Doch kaum dreht man sich um, blickt man auf Berge von Müll und Zigarettenkippen. Es macht mich ratlos. Eure Regierung und Verwaltung … Weiterlesen

Ankunft am Meer: Warum ihr hier keine Postkarten findet

Eines vorab: Wer in diesem Blog auf der Suche nach klassischen Urlaubsfotos ist – endlose Strände, Museen, Denkmäler oder weite Landschaften -, wird enttäuscht werden. Wie ihr wisst, geht es bei www.Menschenwege.de um etwas anderes. Es geht um Begegnungen, um das Leben am Wegesrand und die Geschichten dazwischen. Natürlich gibt es hier Moscheen in Hülle … Weiterlesen

Idee bis Planung: Mit dem Wohnwagen teils auf der Neuen Seidenstrasse bis in die Mongolei

(2024 bis 05.04.26) Wie aus einer spontanen Eingebung ein intensiver Planungsprozess wurde Die Sehnsucht nach Freiheit und Abenteuer begleitet mich schon seit Jahren. Seit 2015 reise ich deshalb sehr viel durch Europa, vorrangig mit meinem Caravan-Gespann. Aus einem vagen Fernweh entwickelte sich schliesslich eine konkrete Vision: Mit dem Wohnwagen auf dem Landweg Richtung Osten zu … Weiterlesen