Jurten, Hammelstemmen und eine Mutprobe für den Autisten

(02.05.26) Der 1. Mai stand ganz im Zeichen von Tequilas 3. Geburtstag. Doch die Feierlichkeit wurde von den Strassenverhältnissen gedämpft: Schlaglöcher und Pisten liessen nur 245 Kilometer zu – 150 weniger als am Vortag. Nach einer ruhigen Nacht in der Natur brachte der 2. Mai nach nur 45 Kilometern eine jener Begegnungen, die man nicht … Weiterlesen

Stille am Lost Place – Die Rückkehr zum Ich

(21.04.26) Standort: Verlassene Pumpstation, Kalmückien Ruhe. Leerer Kopf. Keine Internetverbindung. Filterkaffee. Schwarzwälder Waldbeeren-G’sälzbrot. Ich wachte heute an einem Ort auf, welchen die Zeit angehalten hat. Hinter einem verlassenen Werkstattgebäude, vermutlich eine alte Pumpstation. Eine Tür stand offen 😉 und ich sah Dokumente, Arbeitskleidung und einen Kalender von 2018. Es wirkt, als hätten die Arbeiter alles … Weiterlesen

Teil 8: Margarita und die GPS-Finsternis

Nach 17 Stunden verliess ich den Zollbereich als freier Mann. Tequila war die Tapferkeit in Person: Kein Malheur im Auto, keine Kratzspuren. Nun galt es, die russische Versicherung (OSAGO) und Rubel zu organisieren. Blindflug nach Wladikawkas Ich suchte Wechselstuben – nichts. Ich fand die Versicherungsagentur von Margarita. Sie war ausgesprochen freundlich, kompetent und rechnete mir … Weiterlesen

Teil 3: Stolz auf den Sohn – Asperger als Stärke

Anfangs sah ich es kritisch, dass mein Sohn Benjamin F., ebenfalls Asperger (es ist vererbbar), evangelische Theologie auf Pfarramt studiert. Ich dachte, ein Pfarrer braucht Empathie hoch drei. Doch nach logischer Reflexion: Wir können emotional betroffenen Menschen helfen, weil wir rational bleiben und uns nicht mit herunterziehen lassen. Es braucht zudem projektstarke Pfarrer für grosse … Weiterlesen

Teil 2: Diagnose Asperger – Eine Gebrauchsanweisung

Gute Freunde muss man sich als Asperger besonders erarbeiten. Das gelingt erst richtig mit einer Diagnose. Ob man danach Hilfe annimmt oder sich selbst beliest, spielt keine Rolle – die logische Fähigkeit hilft uns, uns Wissen schnell zu erarbeiten. Meine hauptsächliche Behinderung ist, dass ich keine empathischen Antennen für negative Gefühle meines Umfeldes habe. Ich … Weiterlesen

Die Realität hat Schlaglöcher: Von Babs, Sandblechen und 11 Stunden Stillstand

(16.04.26 – Nachtrag aus dem Grenz-Niemandsland) Nachdem ich gestern den Parkplatz beim Beratungszentrum geräumt hatte, galt die erste Sorge wie immer Tequila: Gassi, Füttern, dann Systemcheck. Mein Ziel für den Tag war klar: Das Jvari-Kloster. Nicht nur wegen des „Adlerhorst-Blicks“, sondern als strategischer Treffpunkt für eine ganz besondere „Menschenwege-Begegnung“. Die Sandblech-Mission Dort am Jvari-Kloster traf … Weiterlesen

Die zwei Gesichter der Türkei: Von Hightech-Glanz und Strassendreck

(12.04.26) Nach inzwischen über 560 Kilometern auf türkischem Boden drängt sich mir ein Vergleich auf, den ich so nicht im Fokus hatte. Es ist ein Land der extremen Gegensätze. Mein subjektiver Eindruck: Dort, wo die Türkei „Top“ ist – bei der modernen Infrastruktur, der Sauberkeit der Raststationen und der Effizienz der Gastronomie – kann Deutschland … Weiterlesen