(06.05.26) Der Tag begann in Akbom mit einer Lektion über die Schattenseiten des Booms. Im Imbissrestaurant Belyy Boom kostete ein durchaus gutes Frühstück mit zwei Tassen Kaffee umgerechnet fast 20 Euro. Die „Patronin“ hinter ihrem vergitterten Schalter tippte mehr Additionen in ihren Taschenrechner, als ich Positionen auf dem Teller hatte – eine klare Ausländer-Abzocke. Ich zahlte ohne Murren, zog aber meine Schlüsse.
Gestärkt ging es weiter Richtung Grenze. Laut Recherche sollte der Zoll bis 18 Uhr offen sein. Um 17:04 Uhr stand ich als erstes Fahrzeug an der Schranke. Doch um 18:45 Uhr war Schluss – die Soldaten rückten zur Bewachung an, kein Weiterkommen. Da ich kaum noch Vorräte hatte, eigentlich in der Mongolei einkaufen wollte und der Diesel dort 150 % teurer ist als in Russland, fuhr ich zurück nach Kosch-Agatsch. Nach dem Volltanken und Einkaufen sicherte ich mir wieder meine Pole Position an der Grenze und übernachtete direkt vor der Schranke.