Teil 4: Anarchie im Niemandsland – Transit-Deppen und Lkw-Wahnsinn

(17./18.04.2026) Der Zollkrimi beginnt.
Gegen 20 Uhr am georgischen Teil bei Larsi. Die Wartezeit war kurz, die Kontrollen schnell. Doch im Niemandsland passierte der Zeitsprung: Plötzlich wieder 20 Uhr (eine Zeitzone zurück). Und dann stand ich im kilometerlangen Stau vor dem russischen Checkpoint.

Meter für Meter. An Power Napping war nicht zu denken, die Reihen mussten geschlossen bleiben. Besonders dreist: Die „Transit-Deppen“ (diesen Begriff verdienen sie!). Fahrzeugüberführer mit georgischen Transit-Nummern (roter Balken mit „Transit“, vier Ziffern, zwei Buchstaben), die in Luxusschlitten rücksichtslos an der Schlange vorbeirasten und sich vordrängelten. Dutzende davon!

Plötzlich das totale Chaos: Lastzüge kamen von hinten auf der Gegenfahrbahn, gleichzeitig kamen von russischer Seite Lastzüge den Berg hoch. Nichts ging mehr. Stinkende Motoren, ohrenbetäubende Fanfaren. Wir Pkw mussten auf das gefährliche Bankett, während sich die Lkw mit kaum sichtbarem Lichtspaltabstand aneinander vorbeiquetschten. Eine Stunde lang herrschte absoluter Ausnahmezustand. So etwas habe ich in meinem ganzen Berufsleben noch nie erlebt!

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