Anfangs sah ich es kritisch, dass mein Sohn Benjamin F., ebenfalls Asperger (es ist vererbbar), evangelische Theologie auf Pfarramt studiert. Ich dachte, ein Pfarrer braucht Empathie hoch drei. Doch nach logischer Reflexion: Wir können emotional betroffenen Menschen helfen, weil wir rational bleiben und uns nicht mit herunterziehen lassen. Es braucht zudem projektstarke Pfarrer für grosse Organisationen wie z. B. Kirchentage.
Personalprofis grosser Konzerne suchen gezielt Asperger für Top-Positionen. Benjamin, ich bin stolz auf dich! Mit einem klaren Ziel schafft ein Aspie alles, auch wenn das Studium viele logisch unwichtige, aber prüfungsrelevante Inhalte hat. Du wirst deinen Weg gehen.
Lustige Randnotiz: Tequila braucht bei der Suche nach dem richtigen Platz zum Scheissen so ewig lange – sie muss ebenfalls eine Hunde-ASS haben. Anders ist das nicht logisch zu erklären.
Hallo Dieter,
Das ist ein sehr schöner Kommentar über Benjamin. Das freut mich sehr.
Ich bin ebenfalls stolz auf Johannes, er hat mir gestern ohne großes Trara so nebenbei meine Spülmachine repariert ich war so froh
Ich kenne Benjamin ja nur oberflächlich. Aber wenn man sich im Spektrum befindet, dabei wie Du hochfunktional lebt und trotzdem einigermaßen sozial agieren kann, ist man ein unbestreitbarer Gewinn für seine Mitmenschen, sofern man sein Leben gutartig führen möchte. Wie könnte man sein leben gutartiger führen als das man Seelsorger ist?
Das man ab und zu mal unangenehm auffallen kann (siehe meinen Kommentar in „der alte Mann und der nackte alte Mann in der Steppe) ;), ist Dreingabe. Was solls?