Ostermontag: Der Motor läuft – Richtung Mongolei!

(06.04.26, 23:51 Uhr) Es ist offiziell: Die Reise hat begonnen. Auch wenn die Zeiger der Uhr kurz vor Mitternacht standen, war es mir elementar wichtig, noch am Ostermontag den Zündschlüssel umzudrehen. Ein selbst gesetzter Termin ist für mich mehr als nur ein Datum – es ist das Startsignal für den Kopf.

Egal wie weit die erste Etappe führen würde, die Reise musste jetzt beginnen. Mein erstes Ziel? Ein „fremdes Land“: Bayern! 🤪

Von Paragrafen und Wesenstests

Mit an Bord ist natürlich meine Cane-Corso-Hündin Tequila. Es ist faszinierend (und skurril), wie sich die Welt für einen Hund ändert, sobald man eine Landesgrenze überquert. In Baden-Württemberg gilt sie als ganz normaler Hund, doch hier in Bayern wird sie in Kategorie II der Kampfhundeverordnung geführt.

Die Gefährlichkeit wird hier erst einmal vermutet – es sei denn, man beweist das Gegenteil. Tequila hat das mit Bravour getan: Bei unserem freiwilligen Wesenstest hatte sie an dem ganzen „Theater“ so viel Freude, dass die Polizeihundestaffel und das Veterinäramt aus dem Staunen nicht herauskamen. Ihr Urteil: Selten haben sie einen so unängstlichen und freundlichen Hund erlebt.

Warum es „fast zu spät“ wurde: Ordnung muss sein

Vielleicht fragst du dich, warum ich erst so spät losgekommen bin, wo doch nur noch Kleidung und die Reiseapotheke fehlten? Die Antwort liegt in meiner neurodivergenten Natur. Als Asperger ist „perfekt“ für mich die Grundvoraussetzung, um innerlich frei zu sein.

Während Freunde meine Wohnung schon längst als „aufgeräumt und sauber“ bezeichnen würden, liegt meine Messlatte woanders. Ich kann nicht entspannt in die Mongolei aufbrechen, wenn:

  • die Buchhaltung für den März nicht lückenlos abgeschlossen ist,
  • nicht alle Belege in Lexware Office zugeordnet sind,
  • die private Verwaltung nicht in bester Ordnung glänzt
  • und die Wohnung nicht aufgeräumt sowie sauber ist.

Erst als die letzte Terminüberweisung stand und mein Steuerberater alle digitalen Schnittstellen gefüttert bekam, war mein Kopf bereit für das Abenteuer.

Der Aufbruch gegen die Vernunft

Maria meinte zwar, ich solle lieber noch eine Nacht ruhig schlafen und am Dienstagmorgen ausgeruht starten. Aber das Gefühl, „jetzt“ loszumüssen, war stärker als die Logik der Erholung.

Nun bin ich unterwegs. Der Kopf ist frei, die Unterlagen sind sortiert und Tequila schläft zufrieden. Die Mongolei wartet – und der Weg dorthin hat gerade erst begonnen.

Gute Nacht!

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