Schmugglerpfade & Die Flucht des Meeres

(22.04.26) „Meeresboden“ des Kaspischen Meeres Die weitere Reise nach Kasachstan war anspruchsvoll. Zuerst die mautpflichtige Pontonnyy Most – eine schwimmende Stahlbrücke aus sowjetischen Zeiten, die unter dem Gewicht des 1,6t-Bürstners bedrohlich ächzte. An der Grenze erlebte ich eine Stempel-Jagd par excellence: Ein kasachischer Grenz-Schäferhund war weniger charmant: Er griff Tequila durch das Fenster an und hinterliess Kratzer … Weiterlesen

Gestrandet an der Wolga: Wenn die Reserve nicht reicht

(21.04.26) Die Kalkulation in Lagan war präzise – dachte ich. Die letzten Rubel wurden in Diesel investiert, die Reichweitenreserve sollte bis zur ersten Tankstelle hinter der kasachischen Grenze reichen. 60 Kilometer Puffer. Eine solide Rechnung, wäre da nicht der Faktor Mensch vs. Technik. Ohne GPS und mobiles Internet fuhr ich rund 40 Kilometer rein nach … Weiterlesen

Die Rüttel-Folter und das Texas von Tschetschenien

(09.04.26) Standort: Nahe der tschetschenischen Grenze Nach dem 17-Stunden-Zollkrimi an der Grenze brach ich früh vom Ufer des Terek auf. Das Ziel: Strecke machen und Frühstücken. Doch wer in dieser Region mit einem Caravan-Gespann unterwegs ist, ist ein Exot. Die Checkpoints ziehen mich magisch an; drei Kontrollen waren es allein am Vormittag. 20 km östlich … Weiterlesen

Teil 8: Margarita und die GPS-Finsternis

Nach 17 Stunden verliess ich den Zollbereich als freier Mann. Tequila war die Tapferkeit in Person: Kein Malheur im Auto, keine Kratzspuren. Nun galt es, die russische Versicherung (OSAGO) und Rubel zu organisieren. Blindflug nach Wladikawkas Ich suchte Wechselstuben – nichts. Ich fand die Versicherungsagentur von Margarita. Sie war ausgesprochen freundlich, kompetent und rechnete mir … Weiterlesen

Die Realität hat Schlaglöcher: Von Babs, Sandblechen und 11 Stunden Stillstand

(16.04.26 – Nachtrag aus dem Grenz-Niemandsland) Nachdem ich gestern den Parkplatz beim Beratungszentrum geräumt hatte, galt die erste Sorge wie immer Tequila: Gassi, Füttern, dann Systemcheck. Mein Ziel für den Tag war klar: Das Jvari-Kloster. Nicht nur wegen des „Adlerhorst-Blicks“, sondern als strategischer Treffpunkt für eine ganz besondere „Menschenwege-Begegnung“. Die Sandblech-Mission Dort am Jvari-Kloster traf … Weiterlesen

Zwischen Bangen, Beten und Beamten-Witzen: Der Grenztag nach Georgien

(14./15.04.26) Eine Warnung vorab: Wer nur durch Instagram scrollt und nach 15 Sekunden das Interesse verliert, kann jetzt wegklicken. Dieser Beitrag ist ein Reisetagebuch im wahrsten Sinne. Er ist lang, er ist ehrlich und er ist für Menschen geschrieben, die noch lesen können und wollen. Willkommen in meiner Realität. 😉 Das Herz in Vorarlberg, der Körper am … Weiterlesen

Menschenwege am Meer: Von Schlammpfoten und purer Gastfreundschaft

Der heutige Tag hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich diese Reise mache. Es sind nicht die Monumente oder die Landschaften, die bleiben – es sind die unerwarteten Gesten der Menschen. Der „dreckige Hundehalter“ am Premium-Tisch Samsun habe ich heute bewusst gemieden; dieser 700.000-Einwohner-Moloch passte einfach nicht in mein Konzept. Ich brauchte Weite und Meer. … Weiterlesen

Sprung nach Asien: Zwischen Gastfreundschaft, „Schalter 101“ und Strassen-Rowdys

(11.04.26) Die letzte Nacht in Bulgarien war ein echter Segen. Ich schlief wie ein Stein – tief, fest und voller Träume. Entsprechend steif fühlte ich mich beim Aufwachen, doch ein ausgiebiger Morgenspaziergang mit Tequila brachte die Glieder wieder in Schwung. Kurz vor Mittag hiess es: Leinen los. Mit einer frischen Kanne Filterkaffee an Bord verliess … Weiterlesen

Wanted: Land ohne LiDL

(07. und 08.04.26) Vorab für die TL;DR-Generation: Dieser Beitrag wird lang. Wer noch Bücher liest, wird kein Problem haben; für die Insta- und TikTok-Wahrnehmungsspanne wird es hart. In diesem Bericht geht es um die Flucht aus dem europäischen „Einheitsbrei“, einen technischen Super-GAU in Kroatien, nächtliche Wendemanöver in Belgrads engsten Gassen und die Erkenntnis, dass 500 Gramm … Weiterlesen

Menschenwege: Wenn der Hund zum Türöffner und Russisch zur Durststrecke wird

Müde, aber nicht übermütig: Etappe 2 von Lindau nach Maribor (07.04.26) Der zweite Tag liegt hinter mir. Ich bin müde, doch weit entfernt von Übermüdung – und erst recht nicht übermütig. Die Reise hat ihren eigenen Rhythmus und der heutige Takt führte mich von Lindau am Bodensee bis nach Maribor in Slowenien. Der schwäbische Sparkommissar … Weiterlesen

Weniger Gewicht, mehr Diesel – Warum Tequila und ich jetzt als „Mann-Hund-WG“ in den Osten ziehen

(31.03.26) Man sagt ja immer, man solle sich auf einer Reise auf das Wesentliche konzentrieren. Dass das Schicksal dieses „Wesentliche“ so wörtlich nimmt und mir kurz vor knapp die Beifahrerin aus dem Caravan streicht, war so nicht geplant. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Als ich Maria über Parship kennenlernte, stand mein Plan für die … Weiterlesen