Teil 7: Der Krieg am Fenster und das „Hunde-Wunder“

Nachdem Schalter 31 wegen des Schichtwechsels dichtgemacht hatte, brach im Zollgebäude Unruhe aus. Plötzlich bewegte sich die Masse wie auf Kommando auf Schalter 29 zu. Über eine Stunde lang passierte während des Wechsels absolut gar nichts – ein bürokratischer Totalstillstand. Ich fragte einen Beamten, der kurz in Schalter 31 verschwand, wann dort wieder geöffnet würde. … Weiterlesen

Teil 6: Das Deklarations-Fiasko – Schalter 31 und die „Rote Frau“

Der Beamte gab mir eine gestempelte Kopie meiner Papiere und schickte mich zum Fahrzeugscanner. In der Türkei war das geordnet – hier herrschte pures Chaos. Kein Vorhof, keine Linien. Fünf oder mehr Reihen drängelten auf ein einziges Tor zu. Lkw hupten, Roadies in Luxuskarren versuchten sich dazwischenzuquetschen. Ein Kampf um Zentimeter, der bei einem Fehler … Weiterlesen

Teil 5: Crocodile Dundee am Zoll und die Opioid-Falle

Nach ca. drei Stunden Kampf gegen den Schlaf im Stau erreichte ich endlich die erste Kontrollstelle des russischen Zolls. Was zunächst wie eine Routinekontrolle aussah, wurde schnell zu einer Lektion in Gründlichkeit. Die Schmerz-Strategie: Logik vor Risiko Ein kritischer Punkt meiner Vorbereitung war die Reiseapotheke. Wegen meiner Arthrose-Knie und dem Morbus Bechterew hatte ich mir … Weiterlesen

Teil 4: Anarchie im Niemandsland – Transit-Deppen und Lkw-Wahnsinn

(17./18.04.2026) Der Zollkrimi beginnt.Gegen 20 Uhr am georgischen Teil bei Larsi. Die Wartezeit war kurz, die Kontrollen schnell. Doch im Niemandsland passierte der Zeitsprung: Plötzlich wieder 20 Uhr (eine Zeitzone zurück). Und dann stand ich im kilometerlangen Stau vor dem russischen Checkpoint. Meter für Meter. An Power Napping war nicht zu denken, die Reihen mussten … Weiterlesen

Teil 3: Stolz auf den Sohn – Asperger als Stärke

Anfangs sah ich es kritisch, dass mein Sohn Benjamin F., ebenfalls Asperger (es ist vererbbar), evangelische Theologie auf Pfarramt studiert. Ich dachte, ein Pfarrer braucht Empathie hoch drei. Doch nach logischer Reflexion: Wir können emotional betroffenen Menschen helfen, weil wir rational bleiben und uns nicht mit herunterziehen lassen. Es braucht zudem projektstarke Pfarrer für grosse … Weiterlesen

Teil 2: Diagnose Asperger – Eine Gebrauchsanweisung

Gute Freunde muss man sich als Asperger besonders erarbeiten. Das gelingt erst richtig mit einer Diagnose. Ob man danach Hilfe annimmt oder sich selbst beliest, spielt keine Rolle – die logische Fähigkeit hilft uns, uns Wissen schnell zu erarbeiten. Meine hauptsächliche Behinderung ist, dass ich keine empathischen Antennen für negative Gefühle meines Umfeldes habe. Ich … Weiterlesen

Teil 1: Kaffee-Meditation und die Freiheit der Isolation

(18.04.2026) Nordossetien-Alanien.Nach der 17-Stunden-Odyssee am Grenzübergang Verkhnij Lars und nun über 9 Stunden tiefem Schlaf bin ich wieder fit. Fit zum Versorgen von Tequila, fit zum Kaffeetrinken und fit zum Bloggen. Gestern ging es nur noch darum, einen ruhigen Schlafplatz zu finden. Mein Tag beginnt mit der täglichen Kaffeezeremonie. Es musste schnell gehen, deshalb erst … Weiterlesen

Wochenend-Special: Der 17-Stunden-Zollkrimi von Verkhnij Lars

Liebe Leser von Menschenwege.de,was ihr hier lest, ist kein gewöhnlicher Blogbeitrag. Es ist die vollständige Rekonstruktion eines Grenzübergangs, der an die Grenzen der Belastbarkeit führt. Da ich als Asperger die Welt in Details und logischen Ketten wahrnehme, habe ich beschlossen, nichts zu kürzen. Dieser Text ist für euch, liebe Leser, für andere AS-Menschen als Hilfestellung … Weiterlesen

Die Realität hat Schlaglöcher: Von Babs, Sandblechen und 11 Stunden Stillstand

(16.04.26 – Nachtrag aus dem Grenz-Niemandsland) Nachdem ich gestern den Parkplatz beim Beratungszentrum geräumt hatte, galt die erste Sorge wie immer Tequila: Gassi, Füttern, dann Systemcheck. Mein Ziel für den Tag war klar: Das Jvari-Kloster. Nicht nur wegen des „Adlerhorst-Blicks“, sondern als strategischer Treffpunkt für eine ganz besondere „Menschenwege-Begegnung“. Die Sandblech-Mission Dort am Jvari-Kloster traf … Weiterlesen

Brückenfeste: Zwischen Rottweil-High-Tech und Georgien-Ruinen – Brücke von Agarebi

(15.04.26, 10:00 Uhr) Warnung vorab: Google Maps hat hier kapituliert. Mein Kopf nicht. Wer ein Caravan-Gespann liebt, der schiebt – oder er navigiert nach Satellitenbildern durch Industriebrachen. 😉 Das fotografische Gedächtnis vs. Algorithmen Manchmal ist mein Asperger-Gehirn wie eine High-Speed-Kamera. Gerade auf der Autobahn: Ein Sekundenbruchteil, ein Blick aus dem Augenwinkel – eine historische Hängebrücke. Das Bild … Weiterlesen

Die Suche nach dem weissen Igel: Ein Bericht aus der Zwischenwelt

(16.04.26, 7:00 Uhr) Mitten in der Nacht, irgendwo zwischen der kalten georgischen Erde und dem tiefen Schlaf der Erschöpfung, geschah es: Mein Begleiter, ein schneeweisser Igel mit einem leuchtend roten Entenschnabel und ebenso roten Füssen, ist mir entwischt. Es klingt absurd, doch in diesem Moment war es die dringlichste Mission meiner Reise. Die Suche dauerte … Weiterlesen

Georgische Nächte: Kühe, Kälte und Camper-Instinkt

(15.04.26) Warnung vorab: Wer glaubt, Georgien nach Sonnenuntergang wie eine deutsche Autobahn befahren zu können, hat seine Achsen bereits abgeschrieben. Hier gilt das Gesetz des Tageslichts. Der Plan und die Realität Knapp drei Stunden Fahrzeit – mehr war heute nicht drin. Nach zweieinhalb Stunden kroch die Müdigkeit in die Knochen, und die Dämmerung in Georgien ist … Weiterlesen

Zwischen Bangen, Beten und Beamten-Witzen: Der Grenztag nach Georgien

(14./15.04.26) Eine Warnung vorab: Wer nur durch Instagram scrollt und nach 15 Sekunden das Interesse verliert, kann jetzt wegklicken. Dieser Beitrag ist ein Reisetagebuch im wahrsten Sinne. Er ist lang, er ist ehrlich und er ist für Menschen geschrieben, die noch lesen können und wollen. Willkommen in meiner Realität. 😉 Das Herz in Vorarlberg, der Körper am … Weiterlesen

Zwischen Picknick-Idylle und Müllbergen: Ein Gruss aus dem Land der Kehrwoche

(14.04.2026) Ich stehe hier an meinem letzten Schlafplatz in der Türkei, direkt an einer wunderschönen, neuen Parkanlage mit Picknickhäuschen am Meer. Es ist so vieles im Entstehen, so vieles wird mit Mühe aufgebaut. Doch kaum dreht man sich um, blickt man auf Berge von Müll und Zigarettenkippen. Es macht mich ratlos. Eure Regierung und Verwaltung … Weiterlesen