Die „Kleine Mongolei“ und das Paradox der Papierhalme

(20.04.26) Standort: Kalmückien (Region Lagan) Nach der rütteligen Nacht wollte ich ausbrechen. Tausende Kilometer islamisch geprägte Architektur lagen hinter mir. Ich wollte mich neu erden und fuhr nach Kalmückien, in die „Kleine Mongolei“. Hier herrscht der Buddhismus, ein kulturelles Überbleibsel der oiratischen Einwanderer aus dem 17. Jahrhundert. In Lagan suchte ich den 12,5 Meter hohen … Weiterlesen

Die Rüttel-Folter und das Texas von Tschetschenien

(09.04.26) Standort: Nahe der tschetschenischen Grenze Nach dem 17-Stunden-Zollkrimi an der Grenze brach ich früh vom Ufer des Terek auf. Das Ziel: Strecke machen und Frühstücken. Doch wer in dieser Region mit einem Caravan-Gespann unterwegs ist, ist ein Exot. Die Checkpoints ziehen mich magisch an; drei Kontrollen waren es allein am Vormittag. 20 km östlich … Weiterlesen

Feierabend am Terek: Ruhe vor dem tschetschenischen Checkpoint-Marathon

(18.04.2026) Nachdem ich heute von 8 Uhr morgens bis jetzt fast ununterbrochen recherchiert, analysiert und gebloggt [Zum Inhaltsverzeichnis des Wochenend-Special] habe, ziehe ich für heute den Stecker. Die 17-Stunden-Odyssee ist verarbeitet, die „Schwerstarbeit“ am Laptop getan. Zwischendurch gab es Lichtblicke: Zwei Videocalls mit Maria – beim zweiten war sie bereits wieder in ihren eigenen vier … Weiterlesen

Teil 8: Margarita und die GPS-Finsternis

Nach 17 Stunden verliess ich den Zollbereich als freier Mann. Tequila war die Tapferkeit in Person: Kein Malheur im Auto, keine Kratzspuren. Nun galt es, die russische Versicherung (OSAGO) und Rubel zu organisieren. Blindflug nach Wladikawkas Ich suchte Wechselstuben – nichts. Ich fand die Versicherungsagentur von Margarita. Sie war ausgesprochen freundlich, kompetent und rechnete mir … Weiterlesen

Teil 4: Anarchie im Niemandsland – Transit-Deppen und Lkw-Wahnsinn

(17./18.04.2026) Der Zollkrimi beginnt.Gegen 20 Uhr am georgischen Teil bei Larsi. Die Wartezeit war kurz, die Kontrollen schnell. Doch im Niemandsland passierte der Zeitsprung: Plötzlich wieder 20 Uhr (eine Zeitzone zurück). Und dann stand ich im kilometerlangen Stau vor dem russischen Checkpoint. Meter für Meter. An Power Napping war nicht zu denken, die Reihen mussten … Weiterlesen

Teil 1: Kaffee-Meditation und die Freiheit der Isolation

(18.04.2026) Nordossetien-Alanien.Nach der 17-Stunden-Odyssee am Grenzübergang Verkhnij Lars und nun über 9 Stunden tiefem Schlaf bin ich wieder fit. Fit zum Versorgen von Tequila, fit zum Kaffeetrinken und fit zum Bloggen. Gestern ging es nur noch darum, einen ruhigen Schlafplatz zu finden. Mein Tag beginnt mit der täglichen Kaffeezeremonie. Es musste schnell gehen, deshalb erst … Weiterlesen

Die Realität hat Schlaglöcher: Von Babs, Sandblechen und 11 Stunden Stillstand

(16.04.26 – Nachtrag aus dem Grenz-Niemandsland) Nachdem ich gestern den Parkplatz beim Beratungszentrum geräumt hatte, galt die erste Sorge wie immer Tequila: Gassi, Füttern, dann Systemcheck. Mein Ziel für den Tag war klar: Das Jvari-Kloster. Nicht nur wegen des „Adlerhorst-Blicks“, sondern als strategischer Treffpunkt für eine ganz besondere „Menschenwege-Begegnung“. Die Sandblech-Mission Dort am Jvari-Kloster traf … Weiterlesen

Brückenfeste: Zwischen Rottweil-High-Tech und Georgien-Ruinen – Brücke von Agarebi

(15.04.26, 10:00 Uhr) Warnung vorab: Google Maps hat hier kapituliert. Mein Kopf nicht. Wer ein Caravan-Gespann liebt, der schiebt – oder er navigiert nach Satellitenbildern durch Industriebrachen. 😉 Das fotografische Gedächtnis vs. Algorithmen Manchmal ist mein Asperger-Gehirn wie eine High-Speed-Kamera. Gerade auf der Autobahn: Ein Sekundenbruchteil, ein Blick aus dem Augenwinkel – eine historische Hängebrücke. Das Bild … Weiterlesen

Georgische Nächte: Kühe, Kälte und Camper-Instinkt

(15.04.26) Warnung vorab: Wer glaubt, Georgien nach Sonnenuntergang wie eine deutsche Autobahn befahren zu können, hat seine Achsen bereits abgeschrieben. Hier gilt das Gesetz des Tageslichts. Der Plan und die Realität Knapp drei Stunden Fahrzeit – mehr war heute nicht drin. Nach zweieinhalb Stunden kroch die Müdigkeit in die Knochen, und die Dämmerung in Georgien ist … Weiterlesen

Zwischen Bangen, Beten und Beamten-Witzen: Der Grenztag nach Georgien

(14./15.04.26) Eine Warnung vorab: Wer nur durch Instagram scrollt und nach 15 Sekunden das Interesse verliert, kann jetzt wegklicken. Dieser Beitrag ist ein Reisetagebuch im wahrsten Sinne. Er ist lang, er ist ehrlich und er ist für Menschen geschrieben, die noch lesen können und wollen. Willkommen in meiner Realität. 😉 Das Herz in Vorarlberg, der Körper am … Weiterlesen

Ankunft am Meer: Warum ihr hier keine Postkarten findet

Eines vorab: Wer in diesem Blog auf der Suche nach klassischen Urlaubsfotos ist – endlose Strände, Museen, Denkmäler oder weite Landschaften -, wird enttäuscht werden. Wie ihr wisst, geht es bei www.Menschenwege.de um etwas anderes. Es geht um Begegnungen, um das Leben am Wegesrand und die Geschichten dazwischen. Natürlich gibt es hier Moscheen in Hülle … Weiterlesen

Morgengruss: Vom Muezzin geweckt – Kurs auf das Schwarze Meer

(13.04.26) Die Nacht im „Strassendreck“ war kurz. Um 5:00 Uhr morgens übernahm der Muezzin das Kommando. Mein subjektives Empfinden: Der Ruf zum Fajr-Gebet hat definitiv ein paar Dezibel mehr als unsere Kirchenglocken um sechs in der Heimat! Nachdem mich um 7:00 Uhr dann auch Tequila unmissverständlich an meine Pflichten erinnert hat, gibt es jetzt nur … Weiterlesen

Die zwei Gesichter der Türkei: Von Hightech-Glanz und Strassendreck

(12.04.26) Nach inzwischen über 560 Kilometern auf türkischem Boden drängt sich mir ein Vergleich auf, den ich so nicht im Fokus hatte. Es ist ein Land der extremen Gegensätze. Mein subjektiver Eindruck: Dort, wo die Türkei „Top“ ist – bei der modernen Infrastruktur, der Sauberkeit der Raststationen und der Effizienz der Gastronomie – kann Deutschland … Weiterlesen

Guten Morgen aus dem „Asien-Light“

(12.04.26) Der erste Morgen auf einem neuen Kontinent beginnt … nun ja, überraschend vertraut. Ich öffne die Wohnwagentüre und blicke direkt auf einen Burger King und einen Starbucks. Ich frage mich kurz: Wo zur Hölle bleibt eigentlich der LIDL?! 😉 Aber immerhin: Das Kebap-Restaurant dazwischen rettet die lokale Ehre! Spass beiseite: Die Raststätte hier ist … Weiterlesen